"Der Auswanderer" an Bord
der Circle Line
Eine unterhaltsame und informative
Barkassenfahrt mit dem Schauspieler Oliver Hermann
Zur Begrüßung wird ein Glas Sekt
gereicht. Weitere Getränke werden an Bord angeboten.
Treffen um 17:45 Uhr an der Landungsbrücke
10.
Abfahrt 18:00 Uhr - Rückkehr
ca. 20:00 Uhr
Preis: 25,-€ / Erw.
Feste Termine für 2012:
Sonntag, 22. April
Sonntag, 03. Juni
Für Gruppen ab 20 Personen
können individuelle Fahrten vereinbart werden.
Optional wird die Fahrt zusätzlich
mit Catering angeboten (z.B. eine 3-stündige Fahrt mit
leckerem Gulascheintopf im Anschluß an die Theateraufführung).
Presseberichte zum Theaterstück
"Der Auswanderer":
Berichte aus dem Land, in dem
sechs Läuse einen Hammel festhalten können
Wer bisher glaubte, das Thema
Auswanderung sei ausschließlich mit Tränen, Leid und Hoffnungslosigkeit
verbunden, wird von dem Schauspieler Oliver Hermann eines
Besseren belehrt.
In den Rollen eines bauernschlauen
Mecklenburger Tagelöhners, eines größenwahnsinnigen Einwanderers
und eines verkniffenen Amerikahassers schwadroniert und singt
Hermann was das Zeug hält und lässt die Zuschauer auf äußerst
humorvolle Weise am Sinn und Un-Sinn der Auswanderung im 19.
Jahrhundert teilhaben. Und das alles ohne unangenehme Begleiterscheinungen,
wie Wanzen und Seekrankheiten.
Man erfährt hier zum Beispiel,
warum die "Iren immer blaue Beine hatten", "Schweigen mit
Geisteskrankheit" gleichgesetzt wurde und dass "Indianers
wohl keine Menschenfresser" waren.
"Aus Lebensberichten, Briefen,
Reisetagebüchern und Liedern deutscher Auswanderer hat Hermann
sein Programm zusammengestrickt; das verleiht Authentizität.
In seinem Soloprogramm erzählt der gebürtige Hamburger von
den Miseren, die die Auswanderer auf dem Weg nach Amerika
begleiteten. Damit für eine Buddel Rum kein Zoll bezahlt werden
musste, trank man sie eben kurz entschlossen aus." (Hamburger
Rundschau)
"Hermann gab Nachhilfe im
Geschichtsunterricht, aber auf amüsante Weise."
(Hamburger Abendblatt)
"Oliver Hermann stellt ein
lebensvolles Stück Geschichte auf die Bühne."
( Insel-Bote, Föhr / Amrum)

Photos: Sabine König |
|
 |
| |
|
|
"Wanzen, Läuse"
Oliver Hermann als "Der Auswanderer"
Hamburger Rundschau, 1.9.1998
Wie gut, dass dieser Auswanderer
nicht mit der Titanic gefahren ist. Seine Berichte aus der
neuen Welt, wo alles viel größer ist und wo selbst die Läuse
einen Hammel festhalten, hätte er dann wohl kaum der Nachwelt
überliefern können. (...)
In seinem Soloprogramm erzählt
der gebürtige Hamburger von den Miseren, die die Auswanderer
auf dem Weg nach Amerika begleiteten. Damit für eine Buddel
Rum kein Zoll entrichtet werden musste, trank man sie eben
kurzentschlossen aus.
Aus Lebensberichten, Briefen
deutscher Auswanderer und den Reisetagbüchern des Schriftstellers
Friedrich Gerstäcker hat Hermann sein Programm zusammengestrickt.
Das verleiht Authentizität, spiegelt die Nöte, Ängste und
Hoffnungen wider, mit denen die Emigranten vor hundert Jahren
in Richtung Westen segelten.
Hermann tritt als schmuddeliger
Dritte-Klasse-Passagier auf. Ein Kreidekreuz auf seinem Anzug
stempelt ihn zudem ab als einen, der nicht ganz richtig im
Kopf ist. Die wenig schmeichelhafte Auszeichnung erhielten
die Einwanderer bei ihrer Ankunft in New York, wenn sie sich
weigerten, dass Anmeldeformular auszufüllen. (...)
Mehrmals wechselt Hermann die
Hüte - und damit die Rollen. Mit seinem Schlapphut ist er
der Schiffsreisende, der von Krätze, Läusen und Wanzen, von
dem "Saustall" an Bord berichtet. Setzt er den Cowboy-Hut
auf, verwandelt er sich in den großkotzigen Deutsch-Amerikaner,
der sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten dank seines
unbegrenzten Optimismus durchgesetzt hat.
Dass die USA nicht für jeden
das Schlaraffenland war, zeigt Hermann, wenn er in einer Kiste
kauert und gegen das "Negervolk" und die "wilden Indianers"
wettert. Ein paar Auswanderer-Gesänge runden das charmante
Programm ab (...).
|