Wer Geschichte eigentlich staubtrocken und damit langweilig findet, sollte bei seiner Tour mit der Maritime Cirle Line einen Stopp an der Speicherstadt einlegen – und das Dungeon besuchen. Denn hier wird die Historie der Stadt lebendig. Vor allem ihre dunklen Seiten.

Ein tolles Beispiel dafür ist die Station „Gängeviertel“ im Dungeon: Vor rund 200 Jahren reichte dieses Viertel über das Gebiet der späteren und noch heute bekannten Hamburger Speicherstadt bis an die Hafenkante hinab. Im Gängeviertel lebten die Hamburger Bürger ärmlich und beengt, aber ihr Zusammengehörigkeitsgefühl war besonders groß. In dunklen Kneipen und engen Gassen des Gängeviertels tummelten sich hauptsächlich Hafenarbeiter, Halunken und Halsabschneider. Ehrbare Bürger wagten sich nur in dieses Gewirr von Gassen, wenn sie dem Glücksspiel frönen, Waffen oder illegale Substanzen kaufen wollten. Im Dungeon wird diese schaurig-schöne Episode wieder lebendig.

Das gilt auch für den verheerenden Brand, der Hamburg 1942 heimsuchte und ganze Stadtviertel dem Erdboden gleichmachte. Im Dungeon kommen Besucher dem Feuer ganz nah. Ebenfalls Themen im Dungeon sind die Pestepidemie von 1712 und das Gefängnis Santa Fu mit seinen unheimlichen und durchtriebenen Insassen.

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